Sozialverhalten von Hunden
Hunde sind Rudeltiere. Dies bedeutet es gibt nur einen "Boss" und der Rest kommt von der Hierarchieebene gesehen darunter. Wenn Sie sich einen Hund zulegen, dann sind Sie keine normale Familie mehr, sondern ein "Rudel".

Dies bedeutet für Sie, dass Sie die Rangfolge innerhalb des Rudels dem Hund klarmachen müssen. Zuerst kommt Frauchen und/oder Herrchen, dann die Kinder im Haus und zu Guter Letzt erst der Hund. Denken Sie daran. Der Hund steht in der Rangfolge ganz unten, nicht etwa über den Kindern oder der Frau des Hauses.

Bereits mit Kleinigkeiten kann man diese Rangfolge darstellen. Wenn es Essen im Haus gibt, bekommen die "Oberen" immer zuerst. Dann erst der Hund. Wenn Sie dem Hund sein "Fresschen" geben, holen Sie es ihm ruhig weg! Der "Boss" darf das. Und wehe es wird geknurrt.

Bereits im Welpenalter muss ein Hund dieses soziale Verhalten dem Mensch und auch seinen Artgenossen gegenüber lernen.

Es empfiehlt sich unbedingt eine gute Welpenschule zu besuchen. Auch wenn Ihr Welpe erst 9 oder 10 Wochen alt ist. Das ist für den Hund weniger ein Problem, als meist für die Besitzer. Nur weil Ihr neues Rudelmitglied klein ist, heißt das nicht, dass er zerbrechlich ist.

Wenn es auch mal nur mit lautem Quietschen in der Welpenschule einhergeht, kein Problem. Bleiben Sie ruhig, das hört sich schlimmer an, als es ist.

Sie werden schon bald merken, dass es dem kleinen Racker richtig Spaß macht, mit seinen Kumpels um die Wette zu laufen. Was er in dieser Zeit als Welpe nicht lernt (sich älteren Hunden gegenüber unterordnen usw.) wird er nie lernen. Und glauben Sie es uns, ein Terrier ist nicht wie ein normaler Hund, sondern richtig dominant. Er wird auch zuhause versuchen, die Oberhand zu gewinnen. Lassen Sie sich nie auf solche Spiele ein. Sie sind der Boss, vergessen Sie dies nie.

Wir der Racker mal frech und knurrt oder beißt nach Ihnen, reagieren Sie direkt. Holen Sie nicht erst die obligatorische Zeitung, sondern tadeln Sie sofort in der gleichen Sekunde. Bis Sie eine Zeitung holen, hat der Hund vergessen um was es geht und wird nicht verstehen, warum Sie ihn tadeln.

Wenn Sie mit ihrem Welpen spazieren gehen, lassen Sie ihn ruhig von der Leine (im Wald/auf der Wiese). Keine Angst, er läuft nicht weg. Sie sind sein neues Rudel-Oberhaupt. Er wird immer wieder zurückkommen. Ein Welpe hätte viel zu viel Angst alleine loszulaufen. Nutzen Sie Gelegenheit, solange er noch jung ist. Wenn Ihr Hund erst einmal erwachsen ist, werden solche Erziehungsmethoden sehr sehr schwierig.

Wichtig ist, dass Sie lernen mit dem Hund zu kommunizieren. D.h. Sie müssen lernen, dem Hund beizubringen, was er einmal tun soll. Kaufen Sie sich ein gutes Buch zur Hundeerziehung und lernen Sie, wie man mit ganz wenig Mitteln und eigentlich logischen Ansätzen dem Tier "Hund" Dinge wie Sitz, Platz, such Stöckchen, Pfötchen geben, durch einen Reigen springen usw. beibringen kann.

Mit der Zeit werden Sie jede Menge Spaß daran haben, weil Ihr Hund immer neue Sachen dazulernen will. Ganz nach dem Motto "mit Speck fängt man Mäuse" ist es auch bei einem Hund. Einfaches Kommando geben (nicht einen ganzen Satz):z.B. =>  SITZ!
Sitzt der Hund, dann überschwänglich loben (braver Hund, feiner Hund) und Leckerli geben. Beim nächsten Mal wird Ihr Hund wissen.. "aha wenn ich mich setze gibt`s Leckerlies". Dieses Spiel können Sie mit allem machen, was der Hund vollbringen soll.

Befehl geben, loben, Leckerli

 

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